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Tag der Medienproduktion – Chancen, Trends, Potenziale

Hallo zusammen,
ich möchte euch einen kurzen Überblick über den Tag der Medienproduktion am 22. April 2016 in Düsseldorf geben. Veranstaltet wurde dieses Event vom f:mp, Fachverband der Medienproduktion. Mit insgesamt 10 Referenten war die Veranstaltung voll gespickt mit interessanten Themen und einige davon möchte ich hier aufgreifen.

Begonnen hatte alles mit der Frage: "Der Medienproduktioner 2020. Tal der Tränen oder beste Aussichten?" Hier wurde kurz die Geschichte des Drucks, angefangen von Gutenberg über Zuckerberg, aufgezeigt. Wohin geht die Reise? Was kommt nach dem Internet? Hat Print wirklich dermaßen an Wirkung und/oder Spaß verloren? Für mich als Medienproduktionerin und für die Agentur FiZ Media war besonders wichtig, was man in der Zukunft beruflich leisten muss. Deswegen sind mir folgende Aussagen stark im Gedächtnis geblieben: gefragt sind echte Spezialisten (Multisensorik, Veredelung, Nanotechnik etc.), echte Kompetenz (Medienkompetenz & Beratungskompetenz) sowie echte Netzwerker. Zusammengefasst kann man sagen, dass der zukünftige Medienproduktioner die zentrale Koordination von Projekten übernehmen wird.

Danach wurden wir in das Jahr 2025 gebeamt. Wie wird sich Print weiterentwickeln? Gibt es eine neue strategische Ausrichtung von Print? Diese fünf Punkte sind für eine Neupositionierung besonders wichtig:

  1. Attention Economy
    In der heutigen Zeit ist es für jeden sehr einfach an Informationen zu kommen. Allerdings ist die Aufmerksamkeit der Menschen begrenzt und gilt daher nicht nur als knappe Ressource, sondern auch als Kapitalfaktor.
  2. Convergence
    Ein Smartphone ist z. B. plötzlich nicht nur ein Handy, sondern Computer, Fernseher und Spieleplattform in einem. Verschiedene Plattformen verschmelzen aufgrund fortschrittlicher Technologien zu einer einzigen.
  3. Virtualization
    Unsere Welt wird immer größer und dabei spielen virtuelle Räume eine große Rolle. Das ermöglicht auch immer mehr Chancen im Bereich der Medienproduktion.
  4. Outernet
    Mit Outernet steht vor allem die erweiterte Realität (augmented reality) im Fokus. Virtuelle Elemente werden in reale Lebensverhältnisse integriert. Das Outernet ist wie eine Schicht, die über unsere Umwelt gelegt wird und virtuelle mit physischen Produkten und Objekten verbindet.
  5. Smart Everything
    Unser Alltag hat sich durch die Verwendung von Smartphones stark verändert. Aber nicht nur die neue Handy-Generation ist "smart", auch viele andere neuen Technologien verwenden diesen Begriff. Gemeint ist damit, dass Dinge immer besser, einfacher und intelligenter werden als ihre Vorgängermodelle, dies gilt nicht nur für Produkte, sondern auch für Dienstleistungen oder Unternehmen.

FiZ Media und unseren Kunden stehen spannende Zeiten bevor. Das Zusammenspiel der verschiedenen Medien ermöglichen uns neue und kreative Wege der Kommunikation. Print wird nicht nur als isoliertes Medium, sondern als Bindeglied zwischen virtueller und realer Welt zu verstehen sein.

Noch ein Zukunftsthema? Atmosphärendruck-Plasmatechnologie in der Drucktechnik zur Vorbehandlung von Printmedien. Es wurde uns ein kleiner Ausblick über das Plasma, auch als "vierter" Aggregatzustand bezeichnet, anhand von Vorführungen beeindruckend gezeigt. Diese Technologie beeinflusst die Benetzungseigenschaften von Oberflächen und erlaubt durch einen "kalten" Prozess die Behandlung von temperaturempfindlichen Materialen unterschiedlichster Materialstärke.

Als nächstes wurde uns die Frage gestellt: Welche Rolle spielt die Vielseitigkeit des Digitaldrucks in nachhaltiger Kommunikation? Aufgezeigt wurde die Vielseitigkeit des Digitaldrucks. Für mich die wichtigste Kernaussage zur Wirkung von Printmedien:

  • Erhöhte Aufmerksamkeit
  • Glaubwürdigkeit
  • Einprägsames Medium
  • Nachhaltige Wahrnehmung
  • Zielgruppengenaue Ansprache
  • Begeisternd
  • Multisensorisch – weckt Emotionen!

Daher mein Fazit: Print ist nicht tot. Richtig umgesetzt kann es noch immer begeistern.

Auch das nächste Thema "Multi Channel – Die Brücke zwischen Print und digitalen Medien" war sehr spannend. Wird die Bedeutung von Print auch in Zukunft wichtig bleiben? In einer Statistik wurde aufgezeigt, dass digitale Marketing-Ausgaben bald die 50 %-Grenze durchbrechen. Vorhersage: 2019 werden 75 % des Marketing Budget für digitales Marketing ausgegeben. Aber warum ist das so? Was treibt dieses Wachstum an? Die Antwort lautet: der "immer online" Konsument. Aber wo bleibt Print in diesem digitalen Sturm? Print ist fühlbar, nachhaltig, kreativ, ansprechend und aktivierend. Print ist "Social Media" für die Hand und erhöht die Effektivität im Multi Channel. Damit ist für mich die Aussage des vorhergegangenen Themas bestätigt: Print ist nicht tot.

Für mich sehr spannend war das Thema: Displayzauber – lebendiges Papier mit Augmented Reality. Uns wurden Beispiele aus aktuellen Kampagnen gezeigt und wir durften erleben, wie das Zusammenspiel aus Papier und Smartphone neue Welten erschafft. Es ist schon ein Augenschmaus, wenn ein auf Papier gedruckter Hubschrauber dank des Smartphones auf einmal dem Katalog entsteigt und man ihn virtuell durch das Zimmer fliegen lassen kann. Neben dem spielerischen darf man die nützlichen Anwendungen von AR nicht vergessen. So kann man sich z. B. daheim ganz bequem anzeigen lassen, wie ein ausgesuchter Lichtschalter aus dem Katalog an der eigenen Wand aussehen würde. In diesem Vortrag wurden uns die Vorteile AR vs. VR (Virtuell Reality), die AR Basics, die Historie und der Nutzen von AR aufgezeigt. Nach der Präsentation schossen mir die unterschiedlichsten Ideen für die Anwendung durch den Kopf. Wirklich sehr beeindruckend.

Zum Schluss erhielten wir einen kleinen Ausblick auf die anstehende Drupa – die Messe für alles um Druck & Papier, die uns dieses Jahr mit dem Thema "Druckindustrie 4.0" begeistern wird. Ich hoffe, ich konnte auch einen kurzen Überblick über den durchaus spannenden Tag geben. Bei Interesse zu einzelnen Themen: fragen!

Dieser Artikel wurde von Petra verfasst
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